Es gibt ein paar Bewerbungs-Mythen, die sich in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben. Doch vor allem die drei, die wir in diesem Blogbeitrag vorstellen, können bei der Jobsuche problematisch werden.

 

Bewerbungs-Mythen halten sich nachhaltig in den Gedanken der Bewerber fest und sind sehr schwer zu widerlegen – denn nur selten gibt ein Personaler Feedback und klärt den Bewerber über sein Verhalten oder seine nachteilige Einstellung auf – oft ist das auch gar nicht möglich, weil dadurch Chancen ungenutzt bleiben.

 

Mythos Nummer 1 hat ein Körnchen Wahrheit in sich, kann jedoch schnell zu einem Desaster werden:

 

Mythos 1: Bei der Bewerbung ist Auffallen alles

Dass 08/15 Bewerbungen nicht zielführend sind und den Personalern nicht im Gedächtnis bleiben, ist kein Geheimnis. Doch das heißt nicht, dass es nicht sinnvoll ist, sich an Standards und gewisse Grundregeln zu halten.

 

Es macht Sinn, sich eine Strategie zu überlegen, mit der man seriös bleibt und gleichzeitig aus der Masse an Bewerber hervorsticht. Unüberlegt einfach irgendetwas Außergewöhnliches zu tun oder zu verschicken, kann unangenehm enden. Nur was durchdacht ist und auch so wahrgenommen wird, wird ernstgenommen.

 

Mythos 2: Ich habe keine sinnvollen Kontakte

Jeder Mensch kennt jemanden, und höchstwahrscheinlich auch jemanden, der einem bei der Jobsuche behilflich sein kann. Auch, wenn es sich nur um die ehemalige Lehrerin, den Nachbarn oder den Freund eines Freundes handelt – durch Mundpropaganda kann man schneller am Ziel ankommen, als man glaubt! Wer schlau ist, pflegt auch alte Kontakte gut, und sichert sich im Bedarfsfall so einen großen Vorteil. Doch auch, wenn alte Kontakte ein bisschen verstaubt sind, kann man es riskieren, und sie wiederbeleben. Solange man dabei die freundschaftliche Basis nicht gefährdet, kann man nichts verlieren.

 

Vor allem durch soziale Medien ist es leicht geworden, auch flüchtige Bekanntschaften zu pflegen und in den Augen zu behalten. Weitere Tipps zum Nutzen von Kontakten finden Sie hier.

 

Mythos 3: Im Bewerbungsgespräch ist Vorbereitung alles

Selbstverständlich ist Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch notwendig, das stellen wir hier auch nicht in Frage. Doch wer sich zu viel vorbereitet und Antworten auf alle möglichen Fragen des Personalers vorbereitet, tut das oft zu Lasten der Authentizität und der Spontanität. Sie können sich nicht auf alles vorbereiten, das möglicherweise eintreten könnte. Am sinnvollsten ist es, Schlagfertigkeit und Ruhe zu üben – damit vermeidet man unüberlegte Antworten und ein langweiliges Auftreten. Üben kann man mit Freunden, Familienmitgliedern oder im besten Fall mit einem Karriereoach.

 

Wer ständig eine vorgefertigte Antwort auf die Fragen des Personalers liefert, wirkt nicht besonders interessant und verpasst außerdem die Möglichkeit, auf die jeweilige Stimmung im Gespräch einzugehen.

 

PS: Fragen zu Mythen, ob es Pegasoi oder Einhörner gibt, oder nicht, können wir Ihnen von JobcoachAustria nicht beantworten. Dafür können wir Ihnen bei jeglichen Fragen zu Jobsuche und Bewerbung qualifiziert weiterhelfen und Sie beruflich dorthin bringen, wo Sie hin möchten. 

 

Foto: Natalia Rashevskaya/Fotolia