Wenn ein Unternehmen eine Stellenanzeige ausschreibt, erhält es innerhalb von Stunden bereits zahlreiche Bewerbungen. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist liegen oft weit über hundert Bewerbungen und CVs im Postfach der zuständigen Person. Entsprechend schwierig ist es, mit einer Bewerbung den Rest der Mitbewerber zu überholen. Aus dieser Situation hat sich ein neuer Trend in der Jobsuche erhoben: Bewerben ohne Bewerbung.

Bewerben ohne Bewerbung? Gibt's!

Kann man sich bewerben ohne Bewerbung?

 

Wie funktioniert die bewerbungslose Bewerbungsmethode?

Wie das funktioniert? Über das persönliche Netzwerk, Kontakte und über mehrere Ecken verbreitet die jobsuchende Person ihr Profil, ihre Vorstellungen des neuen Jobs und alle wichtigen Eckdaten. Es gibt sehr oft jemanden im Bekanntenkreis, der jemanden kennt, der jemanden kennt, dessen Unternehmen gerade auf der Suche nach einem neuen Mitarbeiter ist. Diese Chance sollte man nutzen! So kann man den Weg der Bewerbung umgehen und eventuell seinen CV direkt an die passende Person weitergeben oder mit dem Verantwortlichen ins Gespräch gebracht werden.

 

Auf Veranstaltungen sowie bei persönlichen Treffen weist der Jobsuchende auf seine Skills und seine Jobsuche hin – möglichst unaufdringlich, aber wirksam. Bei jeder Gelegenheit bringt die Person ihr fachliches Profil ins Gespräch und bittet den Gesprächspartner – oft auch implizit – darum, das im Hinterkopf zu behalten und bei Gelegenheit weiterzuerzählen bzw. von Jobmöglichkeiten zu berichten.

 

Schwierigkeiten

Diese Art der Jobsuche ist auf jeden Fall wesentlich intensiver und aufwändiger als die „normale“ Jobsuche. Wichtig sind Engagement, Motivation und Kommunikationsfreude. Der große Vorteil dieser Art der Jobsuche ist, dass man sich nicht gegen zahlreiche Mitbewerber durchsetzen muss. Noch bevor die Masse an Bewerbern sich um den Job bewirbt, ist man bereits viel weiter und unterzeichnet möglicherweise schon den perfekten Dienstvertrag.

 

Wer dringend auf der Suche nach einem Job ist, sollte sich nicht auf diese Bewerbungsmethode verlassen, da sie einige Zeit in Anspruch nehmen könnte und keinesfalls Erfolgsgarantie besteht. Sie eignet sich vor allem für Menschen, die zwar einen Job haben, aber auf der Suche nach einem neuen sind.

 

Wichtig ist, dass man bei all der Jobsuche und dem Erzählen über Skills und berufliche Erfahrung Bekannte, Verwandte, Kollegen etc. nicht zu genau bzw. zu oft und aufdringlich darauf anspricht.

 

Voraussetzungen für die Bewerbung ohne Bewerbung

Die wichtigste Voraussetzung für diese Art der Bewerbung ist, dass man seinen UVP kennt. Und zwar wirklich. Wer bin ich, was macht mich einzigartig? Was hebt mich von anderen Qualifizierten ab? Was kann nur ich? Erst wenn Sie diese Fragen beantworten können, können Sie schnell auf den Punkt bringen, warum ein Unternehmen gerade Sie braucht.

 

Am leichtesten ist es, wenn man sich einen Elevator Pitch zurechtlegt. Denn im Endeffekt kommt es nicht nur darauf an, ob Sie Ihren UVP kennen, sondern auch wie Sie ihn präsentieren. Wer erst einmal zehn Minuten braucht, um auf den Punkt zu kommen, verpasst damit viele Chancen. Innerhalb einer halben Minute sollte man in der Lage sein, sich knackig und prägnant zu präsentieren. So schafft man es auch im Aufzug, jemanden zielgerichtet und unaufdringlich anzusprechen und kommt einen Schritt weiter.

 

Wichtig: Auch bei dieser Art der Jobsuche benötigen Sie einen aussagekräftigen Lebenslauf! Wenn ein Bekannter, Kollege, Freund oder sonst jemand Ihren Lebenslauf oder Ihre Kontaktdaten an die zuständige Person weitergibt, muss auch er ein kleines Verkaufsgespräch führen und Sie entsprechend vermarkten. Das funktioniert nur, wenn er einen Lebenslauf mitbringt, der für sich selbst spricht – 08/15 CVs sind nicht aussagekräftig und wirken nur wenig überzeugend.

 

Hilfreich: Netzwerk animieren, Social Media nutzen

Das persönliche Netzwerk zu erweitern und es zu aktivieren, ist ein wichtiger Schritt, den man bei dieser Methode der Jobsuche unbedingt anstellen muss. Darüber hinaus sollte man sich auch den sozialen Medien widmen und hier seine Jobsuche bekanntgeben – aber Vorsicht: Wenn Ihr aktueller Vorgesetzter noch nichts von Ihren Plänen weiß, sollten Sie darauf achten, dass er nicht zufällig über einen Facebook-Post davon erfährt!

 

Neben den üblichen sozialen Medien wie Facebook und Twitter eignen sich vor allem Karriereplattformen wie LinkedIn, Xing etc. zur Jobsuche. Hier ist es leicht, das Netzwerk schnell zu erweitern und somit zahlreiche weitere Chancen zu finden.

 

Ein praktischer Tipp: Visitenkarten sind bei dieser Art der Jobsuche sehr hilfreich! So vergisst Sie der Gesprächspartner nicht und kann Sie im Ernstfall leicht kontaktieren. Erstellen Sie eine professionelle Visitenkarte und geben Sie in wenigen Worten Ihren UVP an – so vergisst man Sie nicht!

 

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Foto: alphaspirit/Fotolia